#bckirche – (M)eine Powerbank

Fast mutet es dieser Tage wie der unabgesprochene Höhepunkt im digitalen Kirchenjahr an, denn am Wochenende traf sich die #digitaleKirche beim Barcamp Kirche online zum informellen Austausch in Köln. Anläßlich des Katholischen Medienkongresses in Bonn fragte gestern die Redaktion von katholisch.de provokant: „Hat die Kirche die Digitalsierung verschlafen?“ und suchte dabei den Anschluss und Vergleich mit der evangelischen Debatte aus diesem Frühjahr. Das Motto der #kmk17: „Es ist erst der Anfang…“ und da kommen beide Events wieder zusammen: Es geht schon viel, wenn auch mit „hoher Ungleichzeitigkeit“ wie es Medienpädagoge Andreas Büsch, formulierte.
Vom #bckirche als Powerbank…

Version 3
Sie hat ein Smartphone, oder? 😉

Immer wieder gehörte Fragen wie „Muss das (auch) noch?“, „Wer spricht online für Kirche?“, „Darf Kirche das überhaupt?“, „Sollte sie nicht lieber…?“  und Statements wie: „Ich habe ja nur noch 5 Jahre, das (gemeint ist die Digitalisierung) betrifft mich nicht (mehr)“ zehren durchaus am Akku derjenigen, die das Thema Digitalisierung inklusive Social Media auf den unterschiedlichsten kirchlichen Ebene ein- und voranbringen wollen. Da muss man zwischendurch mal auftanken, sich Schützenhilfe holen oder auch einfach mal offen sagen dürfen: „Ermüdend, oder?“. Das Schöne an Barcamps ist ja, dort geht das und jede/r holt sich den Input, ob fachlich oder emotional, den er/sie in dem Moment braucht.

„Vertraut den neuen Wegen – Social Media in Kirche und Gemeinde“ war die Session von Ingo Dachwitz überschrieben. Denn die Frage, wie „verkaufe“ ich die Digitalisierung an Gremien und Entscheider in Kirche so, das sie (theoretisch) mitgehen bzw. zumindest nicht blockieren, ist eben nicht banal. Die Pros und Cons bei und nach Präsentationen in Konventen, vor KGR-Ausschüssen usw. muss ich hier nicht wiederkauen, die sind, auch das wurde deutlich, überregional und überkonfessionell nahezu identisch. Auch der gewählte Hebel unserer „Digitalisierungs-Story für Kirche“ ist es. Meist gehen wir über den Medienwandel in und durch Kirche (spätestens seit Martin Luther), mal mehr, mal weniger theologisch eingeführt oder durch Statistiken zur Mediennutzung angereichert. Ganz aktuelles Zahlenfutter findet sich hierfür in der ARD/ZDF Online Studie. Aber es immer eine Erzählung der Kommunikation und Beziehungsarbeit, die eben nicht mehr zwischen Social Media und Real Life unterscheidet.

Dass wir als „die Digtalen“ bei Kirche Brücken in beide Richtungen bauen müssen und aktuell an vielen Stellem in einer Art „Zwischenwelt“ agieren, habe ich bereits im Reformationssommer hier berichtet. Ein Beispiel für den erfolgreichen Medienbruch hatte der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg nach Köln mitgebracht: Der #Sonntagsmoment. Ein regelmäßiger Facebook-Post, der als Postkarte gleichermaßen seine Reichweite erzielt und Nicht-Digitalisierte dennoch abholt und integriert.

Aber was muss denn nun wirklich sein im Digitalen und was kann man getrost als Gemeinde im Netz auch mal sein lassen? Eine Matrix zu den „Must-Haves und Nice-to-Have-Tools“ stellte Christoph Breit zur Diskussion. Sein Blogbeitrag mit den Ergänzungen aus der Session ist bereits online und als Work-in-Progress-Vorlage sehr zu empfehlen.

Was hat du vom Barcamp mitgenommen?
30 Twitter-Follower, 2-Instagram-Freunde, 1 Xing-Anfrage.
Ja Leute, messbare Erfolge zählen!

@nadjagolitschek auf Twitter

Zu erleben, dass wir alle an Themen wie Collaboration Tools, Umgang mit Hate-Speech, Social Media Guidelines oder der Ansprache kirchenferner Mitglieder über Themen wie Taufe, Konfirmation usw. arbeiten und einfach mal was ausprobieren, ermutigt. Das Umeinanderwissen, das auf einem Barcamp entsteht, ist für mich eine echte Bank! Meine Blogroll kriegt gleich noch ein ordentliches Update, der #Followerfriday wird lang diese Woche. Wer sich für die eher technischen Themen und Streams auf bambuser zu VR/AR, 360 Grad Videos aus dem Gottesdienst, 3D-Drucker usw. interessiert sei an Siegfried Brzoksa und Wolfgang Loest verwiesen.

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Wir Nordlichter treffen uns bereits am 27. Januar 2018 zum Barcamp der Nordkirche (#bcnordkirche) für den Zwischenakku, bis es dann im April 2018 bei der EKM in Wittenberg beim nächsten #bckirche wieder heißt:

Bitte 1x Akkus voll aufladen!

 

 

 

 

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